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Eine Wissenschaft
für sich

Mitglieder der unternehmenseigenen Expertenrunde: Die Katzen dürfen zwischen verschiedenen Futtersorten wählen – so bewerten die Experten Produkte, die vom Diana Pet Food-Team entwickelt wurden.
Wie kann man den Geschmack und die Qualität von Heimtier­nahrung verbessern? Diese Frage stellen sich die Experten von Diana Pet Food jeden Tag aufs Neue. Ein genauerer Blick zeigt, dass jedoch weit mehr als nur das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Katzen und Hunde im Mittelpunkt stehen.

„Welches ist das drittgrößte Land der Welt nach China und ­Indien, wenn es um die Bevölkerungszahl geht?“, fragt Rémi Cristoforetti, Präsident von Diana Pet Food – und gibt die ­Antwort gleich selbst: „Nicht die USA, sondern das ,Haustierland‘.“ 620 Millionen Katzen und Hunde bevölkern diesen ­Fantasiestaat, der dank der Urbanisierung – Tiere leben als Familien- und Freundeskreiserweiterung auch in den kleinsten Wohnungen – sowie der Entwicklung einer kaufkräftigen Mittelschicht rasant wächst.

Diese Trends sorgen für gute Aussichten bei der Symrise Business Unit Diana Pet Food, deren weltweit 800 Mitarbeiter Inhaltsstoffe für Heimtier­nahrung entwickeln und herstellen, die das Wohlbefinden von Katzen und Hunden und damit auch die Zufriedenheit der Tierhalter steigern. „Wir entwickeln für unsere Kunden Produkte, die die Heimtiernahrung in mehreren Punkten optimieren“, erklärt der Manager. „Das Futter wird gesünder, nahrhafter und sicherer und die Palatabilität wird verbessert – das heißt, die Tiere werden mit bestimmten Zutaten und Mischungen angeregt, das Futter gerne zu verzehren.“

Das umfangreiche Portfolio von Diana Pet Food umfasst die unterschiedlichsten Tiernahrungsprodukte, von Trockenfutter über Nassfutter bis zu kleinen Leckereien. „Der Markt für Heimtiernahrung verzeichnet ein rasantes Wachstum und die Tierhalter sind zunehmend bereit, immer mehr in ihre Lieb­linge zu investieren“, erläutert Rémi Cristoforetti. In der Mehrzahl der Länder weltweit werden Katzen und Hunde oft als vollwertiges Familienmitglied gesehen. „Nicht umsonst bezeichnen wir die Besitzer häufig auch als Tiereltern, denn sie bauen eine enge emotionale Verbindung zu ihren Haustieren auf“, weiß der Experte. „Auch der Begriff ,Haustiertutoren‘, der Personen beschreibt, die ihre Tiere als selbstständige Lebewesen und Partner einordnen, wird immer gebräuchlicher.“

Isabelle Guiller forscht mit rund 100 Kollegen zu Themen wie Geruch, Geschmack, Textur, Farben, Formen, Feuchtigkeit und Dichte von Tierfutter.

Die Strategie von Diana Pet Food zielt daher zunehmend darauf ab, dass auch die Tierhalter Vergnügen beim Füttern empfinden. Dafür müssen die Tierfutterproduzenten sicherstellen, dass die Heimtiernahrung die Nahrungspräferenzen und den Nährstoffbedarf der Tiere erfüllt und damit auch die Tiereltern zufriedenstellt. „Nur wenn der Napf letztendlich leer ist, kaufen die Besitzer das Produkt noch einmal“, sagt Cristoforetti.

Wenn die Erwartungen der Tierbesitzer stärker einbezogen werden, hat das unmittelbaren Einfluss auf die Forschung und Entwicklung. Ein wichtiges Thema für Isabelle Guiller ist der Geruch, der bei Trocken- und Nassfutter aus den geöffneten Dosen und Tüten strömt. „Wir sehen hier widerstreitende In­teressen. Hunde brauchen einen starken olfaktorischen Anreiz, während die Besitzer diesen als eher unangenehm empfinden“, sagt die Forschungsleiterin von Diana Pet Food, die mit rund 100 Kollegen weltweit – darunter Verhaltensforscher, Biochemiker, Flavoristen, Tierärzte, Statistiker und Ernährungsexperten – Geschmack, Geruch, Textur, Farben, Nährstoff­gehalt und Sicherheit des Futters perfektioniert. Sie arbeitet daher an Produkten, die der unterschiedlichen Geruchsempfindlichkeit der Menschen und Tiere gerecht werden. „Wir mas­kieren die für Menschen unangenehmen Geruchsnoten, sodass sie zwar von Hunden, aber nicht mehr von den Tierhaltern wahrgenommen werden können“, erklärt Guiller.

Als Teil des Forschungsteams leisten auch einige ganz besondere Mitarbeiter einen bedeutenden Beitrag zur Produktentwicklung. „In Frankreich, Brasilien und den USA setzen wir unser firmeneigenes Experten-Panel ein, in dem Katzen und Hunde täglich unsere Produkte evaluieren“, so Guiller. „Bei Panelis werden Untersuchungen zum Fressverhalten der Tiere sowie Studien über die Interaktion zwischen Tieren und ihren Besitzern durchgeführt. Mit 600 Katzen und 250 Hunden, die mehr als 60 Tierrassen repräsentieren, ist Panelis ein einzigartiges Expertengremium.“

»Nur wenn der Napf leer ist, kaufen die Besitzer das Produkt noch einmal.«
Rémi Cristoforetti, Präsident von
Diana Pet Food
Christelle Tobie, Business Development Manager bei Panelis.
Pet Sens’ Innov – das neue Zentrum von Diana Pet Food für Innovationen im Bereich der Leistungsbewertung und für Studien tierischer Verhaltensweisen.

Bei Panelis geht die Forschung weit über die Frage hinaus, was und wie viel die Tiere fressen. So wurde im September am Standort in Frankreich ein neues und einzigartiges Forschungszentrum für Innovationen mit einer Fläche von 1.000 Quadratmetern geschaffen: das Pet Sens’ Innov. „Die dortigen Untersuchungen decken vielfältige Sinnesempfindungen der Tiere ab, wie den Geschmacks- und Geruchssinn, aber auch die Somästhesie – die Haut- und Tiefensensibilität – oder die Akustik“, erklärt Christelle Tobie, Business Development Managerin bei Panelis. „Ein Schwerpunkt liegt darauf, die Emotionen der Haustiere rund um das Tierfutter zu verstehen. Dazu messen wir beispielsweise die Begeisterung des Haustiers vor, während und nach der Nahrungsaufnahme.“ Panelis setzt dabei rein auf Beobachtungen. „Wir nutzen bei der Analyse keinerlei invasive Methoden und gewährleisten stets das Wohlbefinden der Tiere“, so Christelle Tobie weiter.

Mehrere Katzenstationen wurden mit hochentwickelten au­tomatischen Futterspendern ausgestattet, die über Video- und Messsysteme verfügen. „Wir überwachen die Aktivitäten der Katzen rund um die Uhr. So bekommen wir viele Daten, mit denen sich die Auswirkungen der unterschiedlichen sensorischen Eigenschaften auf das Futterverhalten der Tiere analysieren lassen“, sagt Christelle Tobie. „Darüber hinaus lernen wir weiter dazu, das Tierverhalten zu bewerten – wenn es zum Beispiel darum geht, ihre Zeichen für das Wohlbefinden zu deuten oder zu verstehen, wie sie sozial interagieren.“