Symrise Annual Report 2015 Symrise Annual Report 2015Symrise Annual Report 2015
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Werte und
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Zwei Unternehmen, die nach denselben Maß­stäben arbeiten: Die Natur und die Menschen stehen im Fokus von Symrise und Natura. Ein Gespräch über Partnerschaft, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichen Erfolg.
Roberto Oliveira de Lima ist Vorstandsvorsitzender von Natura. Der größte brasilianische Naturkosmetikhersteller verkauft vor allem im Direktvertrieb Produkte an Kunden in Brasilien, Argentinien, Chile, Mexiko, Peru, Kolumbien und Frankreich.
Ricardo Omori ist bei Symrise für das Scent & Care-Geschäft in Lateinamerika verantwortlich.

Herr Lima, was bedeutet Nach­haltigkeit für Natura?

Roberto Oliveira de Lima: Sie ist für uns seit unserer Gründung im Jahr 1969 so wichtig wie das Geschäft an sich. Unser Erfolg beruht auf der Qualität unserer Produkte, ihrem Mehrwert für die Kunden und unserem nachhaltigen Netzwerk, das wir gemeinsam mit unseren Zulieferern aufgebaut haben. Ein Schwerpunkt unserer Stra­tegie ist es, dass wir uns mit unseren Partnern auf allen Ebenen gemeinsam entwickeln. Damit das funktioniert, suchen wir zum Beispiel Zulieferer, die dieselben Werte vertreten wie wir.

Ricardo Omori: Symrise verfolgt denselben Ansatz, deswegen passt auch für uns die Zusammenarbeit so gut. Der Ecoparque ist dafür ein gutes Beispiel. Für uns war es kein Problem, uns in dem nachhaltig aufgebauten Industriegebiet, das Natura entwickelt hat, anzusiedeln. Auch zu unserem Kerngeschäft gehören das Engagement für die Natur und die Gesellschaft sowie die sozioökonomische Entwicklung der Region, in der wir tätig sind.

Die Produkte, die aus den Rohstoffen aus Ihrem gemeinsamen Projekt entstehen, darf Symrise auch an andere Kunden verkaufen. Warum bestehen Sie nicht auf Exklusivität?

Roberto Oliveira de Lima: Weil wir damit die Möglichkeiten unserer Zulieferer beschneiden würden. Unser größtes Ziel ist es, die Amazonas-Region sozial zu entwickeln. Dafür nutzen wir so viele Inhaltsstoffe aus der Region wie wir können. Wenn ein Unternehmen wie Symrise aber auch an andere Kunden liefern kann, ist das doch nur gut für die Bauern, die so größere und weiter gestreute Absatzkanäle aufbauen können.

Ricardo Omori: Dieser Ansatz ist von allen Seiten betrachtet richtig und nachhaltig. Wir fühlen uns Natura sehr verpflichtet: Wir hatten es mit dem starken Partner viel leichter, die Kontakte in die Erzeugergemeinschaften, aber auch die Produktion im Ecoparque aufzubauen. Zugleich ist es ein großer Vorteil, mit den Produkten weltweit Geschäfte machen zu können, um die gesamte Wertschöpfung auf eine breitere Basis zu stellen.

»Unser größtes Ziel ist es, die Amazonas-Region sozial zu entwickeln.« Roberto Oliveira de Lima

Welche Erwartungen haben Sie an das Geschäft in der Region?

Roberto Oliveira de Lima: Zunächst einmal ist es gut angelaufen: 75 % der Inhaltsstoffe, die wir für Seifen brauchen, bekommen wir aus der Region und verarbeiten sie auch dort im Ecoparque. Über die Zukunft sehr konkret zu sprechen, ist indes nicht einfach. Weil wir von reinen, zum Teil unerforschten Naturprodukten reden, kann es sehr schnell gehen oder ebenso lange dauern, bis wir neue Rohstoffe gefunden haben. Bisher haben wir zehn Inhaltsstoffe im Portfolio, die aus der brasilianischen biologischen Vielfalt stammen.

Ricardo Omori: Wir sehen das genauso: Weil wir mit reinen Naturprodukten aus teilweise wenig bekannten Früchten oder Samen arbeiten, müssen wir die Forschung vorantreiben. Das machen wir gemeinsam mit Natura und Hochschulen aus der Region. Symrise investiert dort allein einen beträchtlichen Betrag in Equipment, um die Stoffe weiter untersuchen zu können, und baut auch ein eigenes Team auf, das sich auf die dortige Biodiversität spezialisiert. Auf diese Weise werden wir in den kommenden Jahren immer wieder neue spannende Produkte entwickeln können.